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Ableton Live 8: Die 9 besten Features und Neuerungen

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Bei der NAMM Show 2009 lassen alle namhaften Hersteller ihre Muskeln spielen. Ableton hat die Version 8 meiner allerliebsten Audiosoftware Live angekündigt. Hier eine Auflistung der 9 subjektiv besten Neuerungen:

1. Online Zusammenarbeit an Projekten wird einfach

collabDarauf bin ich schon sehr gespannt: Ganze Projekte sollen mit einem einzigen Mausklick auf einen Server hochgeladen und zur Zusammenarbeit freigegeben werden können, inklusive Berechtigungen für verschiedene Benutzer. Der Up- und Download erfolgt im Hintergrund, man kann also währenddessen weiter an seinem Projekt arbeiten. Ein intelligentes File-System soll einen Daten-Overkill vermeiden und überträgt nur modifiziertes Material, was den Transfer minimieren soll.

Das klingt äußerst verlockend! Offen bleibt aber die Frage, ob das Hosting der Files am eigenen Server erfolgt, oder ob Ableton dies exklusiv und vielleicht nur gegen Aufpreis anbieten wird.

Demo-Video auf der Ableton-Website

2. Max for Live

object_palette

Mit Live 8 kommt die Möglichkeit, Max/MSP einfach in Live zu integrieren. Instrumente und Effekte können so in Max-Manier vom User selbst gebastelt werden. Und das neue online-Sharing macht es möglich, auf die Patches anderer User zuzugreifen.

Demo-Video auf der Ableton-Website.

3. Gruppenspuren

group_track

Das hat ja einmal kommen müssen: endlich kann man mehrere ausgewählte Audio- oder Midispuren in einer Gruppenspur zusammenfassen. Diese hat dann einen eigenen Mix-Bus und kann zusammengeklappt werden, um Platz am Bildschirm zu sparen.

4. Looper

ableton-live-8-looper

Der neue Looper bietet die Möglichkeit, Sounds übereinander zu loopen. Alle wichtigen Funktionen (Aufnahme, Overdub, Undo) sollen mit nur einem einzigen Fußschalter gesteuert werden können, und zwar ohne den Rechner angreifen zu müssen. Die Länge und Geschwindigkeit des Loops richten sich nach der ersten Aufnahme und sollen von Live 8 akkurat erkannt werden, was einen Click obsolet machen würde.

5. Neue Effekte

vocoder

Live 8 bringt 5 neue Effekte mit. Vocoder, Multiband-Dynamics, Limiter, Overdrive und Frequency Shifter sind zwar an sich keine neuen Erfindungen, wurden aber vom Ableton Lab mit neuen Features versehen.

6. Neue Warp-Engine

warping

Das Warping wird erneuert. Anstatt wie bisher die Timeline an die Events anzupassen, kann man in Zukunft die Events in der Timeline verschieben. Klingt nach sehr intuitivem Arbeiten.

7. Crossfades in der Arrangement-Ansicht

crossfades

Live will ja schon seit längerer Zeit auch ein “richtiger” Sequencer sein. Ich arbeite zwar gerne in der Arrangement-Ansicht, um damit Skizzen zu erstellen, für die finale Produktion haben mir dann aber doch immer ein paar Funktionen gefehlt. Ableton hat einen meiner Rufe erhört und die Möglichkeit von Crossfades implementiert. Damit kann man mit einem Mausklick nicht-destruktive Fades zwischen zwei Clips erstellen.

8. Übersichtlichere Plugin-Parameter

plug_configure

Schon mal versucht, ein Plugin, das viele Parameter hat, mit einem Controller fernzusteuern? Ich ärgere mich jedesmal, weil ich unter den -zig Reglern erst den richtigen finden muss. Das ändert sich in Live 8. Im Parameter-Feld werden nur diejenigen Parameter angezeigt, die man selber auswählt.

9. Multi-Parameter Manipulation

multi_parameters

Auch dieses Feature war dringend notwendig: endlich kann man einen Parameter auf mehreren Spuren gleichzeitig verändern, um so beispielsweise die Lautstärke von vielen Tracks auf einmal anzupassen.

Verfügbarkeit

Ableton Live 8 wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2009 erhältlich sein. Beta-Tester können sich Ende Jänner hier anmelden.

Preis

  • Ableton Live 8 wird in der Download-Version 349€/449$ kosten. In der Box werden es 449€/549$ sein, das inkludiert aber auch die Essential Instrument Collection 2.

Links

Allgemeines Demo-Video und Infos zu Live 8 auf der Ableton-Website




Electro-Harmonix Voice Box: Vocoder, Harmonizer und ein richtig gutes Promovideo

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Lustig, wie sich manchmal Themenschwerpunkte ergeben: gestern habe ich mich über (schlechte) Promovideos ausgelassen und heute schon kann ich euch ein Beispiel für ein wirklich gutes Produkt-Video präsentieren. Oft sind diese Präsentationsvideos ja übel und zeigen Techniker, die keine Ahnung von Musik haben. Electro-Harmonix hingegen haben für ihr neues Produkt Voice Box Jack Conte und Nataly Dawn einen Song schreiben lassen und sie auch gleich gebeten, das Video dazu zu drehen – herausgekommen ist ein catchy Song, der wirklich Lust auf die neue Kiste macht. Die beiden betreiben gemeinsam übrigens das Projekt Pomplamoose Music und haben das interessante Konzept der VideoSongs erfunden. Diese sind ganz im Stile des obigen Voice Box Videos. Unbedingt mal diese Playlist der VideoSongs auf YouTube ansehen, die beiden machen wirklich beeindruckende Dinge. Nebenbei wirken sie äußerst sympathisch.

Voice Box

So, genug des Lobes für die unglaublich guten Pomplamoose, was kann das neue Produkt? Die Voice Box ist ein multifunktionaler Stimmen-Prozessor und kombiniert einen Vocoder mit einem Harmonizer in einem handlichen Gerät. Zitat des Herstellers:

Diana Ross had the Supremes, Brian Wilson had the Beach Boys, Kraftwerk had The Robots. You have the Voice Box.

Naja, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich oder so. Jedenfalls bekommt man mit der Harmonize-Funktion 2-4 zusätzliche Stimmen, deren Harmonie sich nach dem Audio-Input richtet, mit dem man die Kiste füttert. Das kann jedes beliebige Instrument sein – z.B. Gitarre oder Keyboard.

Weitere Features der Voice Box:

  • klassische Vocoder-Funktion
  • Reverb
  • 9 programmierbare Presets
  • natürliches Glissando
  • Regler für “Gender Bender”, also die Simulation von männlicher oder weiblicher Stimme
  • eingebauter Mikrophon-Vorverstärker und Phantomspeisung
  • symmetrischer XLR-Ausgang

Ich hab jetzt schon gute Lust, mir das Teil zu bestellen. Wenn ich nicht schon so viele Geräte hätte…

Links

Offizielle Seite des Herstellers
Produktseite bei Thomann
MySpace-Seite von Pomplamoose

microKORG XL – Würdiger Nachfolger des Kult-Synthies microKorg?

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Mit dem microKORG hat KORG einen echten Hit gelandet – seit seiner Einführung im Jahr 2002 hat der Synthie/Vocoder im Retrolook immer mehr Fans angezogen und dabei richtigen Kultstatus erlangt. Und spätestens seit ihn Justice in ihrem Live-Setup verwenden, ist das Ding in aller Munde. Ist ja auch wirklich ein feines Teil – klein, billig und im Stil eines Plastikspielzeugs, mit dem man einfach rumspielen will.

Auf der Suche nach dem Nachfolger

Der erste Versuch von KORG, ein würdiges Nachfolgemodell dafür zu vermarkten, ging nicht so richtig auf. Mit dem KORG R3 wurde 2007 ein Instrument vorgestellt, das es noch nicht in die Herzen der Musiker geschafft hat. Wahrscheinlich, weil der Spielzeug-Charakter nicht so ausgeprägt war, wie beim microKORG.

Nun folgt der zweite Versuch. KORG wird wahrscheinlich Anfang 2009 seinen neuen microKorg XL in die Läden bringen und setzt damit schon dem Namen nach auf das Original. Folgende Neuerungen/Unterschiede ließen sich jetzt schon feststellen:

  • Neuer Look: Das alte Retro-Beige ist verschwunden und wird durch einen laut Hersteller “frischen und gleichzeitig nostalgischen” Style ersetzt. Frisch und nostalgisch? Anscheinend kann sich KORG bei diesem Produkt nicht für eine Richtung entscheiden: Auch die Attribute micro und XL im Namen passen nicht so recht zusammen…
  • Editierbare Sounds: Der microKORG XL soll per USB mit einem Rechner verbunden werden können. So können eigene Patches auf das Instrument gespielt werden.
  • Neue Tastatur mit anderen Proportionen
  • Neues Interface mit weniger und größeren Knöpfen
  • Besseres Mikrofon mit Windschutz
  • Neue Sound-Engine, basierend auf der “Multi Modeling Technology

Man darf gespannt sein, ob der microKORG XL bei der nächsten NAMM-Show zu sehen sein wird und ob sich um ihn ein ähnlicher Kult wie um seinen “kleinen Bruder” aufbauen wird. Hier eines der ersten Videos, die das Teil in Aktion zeigen:

Was meint ihr – kann der neue microKORG den alten noch übertreffen?