Sofern das alles User-made ist, sage ich: Hochachtung vor dem gut gespielten Theremin und dem Video-Compositing. Oder ist doch alles nur Teil des $150.000.000 – Marketingbudgets für den neuen Star Trek Film?
Bebot ist ein sehr interessanter Synthesizer für das iPhone. Er ist vollgepackt mit Features und neuartigen Konzepten, die ich so auf einem iPhone-Synthie noch nicht gesehen habe.
Der Demosong am Anfang des obigen Videos ist leider eher einschläfernd, die Erklärungen ab Minute 01:04 sind aber sehr aufschlussreich und zeigen euch, was Bebot so alles kann:
Vier verschiedene Modi: Bebot, Pulse, Theremin, PWM
Autotune in verschiedenen Modi (Slow, Fast oder Snap)
zuschaltbare Effekte (Echo, Overdrive)
Multitouch Control-Interface: Bis zu vier Finger am Touchscreen können gleichzeitig Töne erzeugen
einstellbare Skalen
Und schlussendlich bewegt sich der Roboter am Screen synchron zu den erzeugten Tönen – Robodance um schlanke €1,59!
Erfahrungen mit Bebot bitte in den Kommentaren posten.
Der Controller der Spielkonsole Wii bietet für den Preis von knapp 40€ unglaublich viel an Technik: Bewegungssensoren, Infrarotkamera und Bluetooth-Fähigkeit eröffnen dem Musiker unzählige neue Möglichkeiten. Bis jetzt habe ich die Wiimote als Controller für Musik aber nur in einer bestimmten Verwendungsweise gesehen: der Musiker bewegt die Wiimote, die Bewegungsdaten werden ausgelesen und in Töne umgewandelt. Wie das aussieht, kann man z.B. in diesem Live-Mitschnitt meines Projektes Presetsurfer sehen.
Man kann die Sache aber auch anders angehen, die Wiimote stationär positionieren und mit Hilfe der integrierten Infrarotkamera die Bewegung von Gegenständen oder Händen verfolgen. Genau das hat Ken Moore gemacht und dabei eine Simulation des Theremin entwickelt – das Wii Theremin. Die eine Hand steuert dabei die Tonhöhe, die andere die Lautstärke eines Klanges. Möglich wird das durch LEDs in den Handschuhen, die von der Infrarotkamera der Wiimote verfolgt werden können. Zugegeben, Ken Moores Interpretation der Titelmelodie von Star Trek reicht nicht annähernd an das Original heran. Sie zeigt aber eindrucksvoll die Möglichkeiten, die sein Konzept bietet: das gleichzeitige Tracking von mehreren Punkten. Damit können verschiedene Parameter eines Klanges nur mit den Händen gesteuert werden.
Ken Moores Wii Theremin basiert auf der Arbeit von Johnny Lee, dem Pionier des Wii-Hacking. Auf dessen Website finden sich einige äußerst kreative Anwendungen der Wiimote, viele der von ihm entwickelten Programme stehen zum Download zur Verfügung. Wer Johnny Lees Projekte noch nicht kennt, sollte unbedingt seine Website besuchen – mir schwirrt der Kopf vor lauter Ideen, was man damit alles anstellen kann…