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Akai APC40: Der Controller für Ableton Live

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Akai APC40

So, das erste Highlight der NAMM Show 2009 hat langsam die Runde durch die Blogosphere gemacht. Ableton und Akai haben in “enger Zusammenarbeit” einen Hardware-Controller entwickelt, der in erster Linie dafür gemacht wurde, Ableton Live zu steuern. Das Gerät kommt ohne Treiber aus und wird per USB mit dem Computer verbunden. Nach dem Einspielen eines Patches ist Live sofort bereit, mit dem Controller zu kommunizieren.

Zauberwort: Bidirektionale Kommunikation

Beeindruckend ist dabei vor allem, dass die Daten in beide Richtungen übertragen werden können. Live kann also an den Controller auch Rückmeldungen schicken. Dieser zeigt dann an den LEDs seiner Knöpfe und Regler den Status von Clips und Parametern. So stehen die Farben der Buttons in der Matrix für bestimmte Zustände von Clips: Grün bedeutet “Playing”, Rot bedeutet “Recording” und Orange zeigt an, dass ein Clip geladen ist. Übrigens: Wer, so wie ich, in den bunten Buttons Velocity-empfindliche Drumpads sieht, muss enttäuscht werden: das bleibt nach wie vor echten Drumpads vorbehalten.

Ich weiß momentan noch nicht, was ich von dem Ding halten soll – eine wirkliche Loslösung vom Laptop und vom “On-Screen”-Musikmachen scheint mir damit noch nicht gegeben. Für ein besseres Urteil muss ich das Gerät jedenfalls mal testen, um mehr darüber sagen zu können. Räusper, Akai-Leute, wie sieht es mit Testgeräten aus?

Man darf auch gespannt sein, was das Ding kosten wird und ob Akai APC40 der neue Quasi-Standard bei den Controllern von Ableton Live wird.

Links
Offizielle Produktseite
Bericht auf CDM




Dampf aus der Gerüchteküche: Bringt Native Instrument die Maschine?

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maschine

Knappe deutsche Bezeichungen hat uns Native Instruments für seine Produkte ja schon einige beschert (man denke an Kontakt, Kompakt oder Audio Kontrol). Wenn der hier abgebildete obergeheime Magazinausschnitt kein Fake ist, dann wird uns NI auf der morgen beginnenden NAMM Show 2009 wahrscheinlich ein neues Meisterstück namens Maschine präsentieren. Bitte mal den Namen auf der Zunge zergehen lassen. Maschine – wie das schon klingt. So ein Teil muss mindestens alles können.

Beschrieben wird es als “next-generation Groove-Production Studio” und kosten soll es $699 – wenn ich nicht einem (gut gemachten) Fake aufgesessen bin. Noch ist natürlich alles streng geheim, auf der NI-Website ist nur soviel zu erfahren

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei und so präsentiert Native Instruments in diesem Jahr Neuigkeiten für Produzenten, Gitarristen und DJs – darunter ein absolutes Highlight, das neue Maßstäbe setzen wird.

Bald werden wir mehr wissen – ich halte euch am Laufenden.

microKORG XL – Würdiger Nachfolger des Kult-Synthies microKorg?

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Mit dem microKORG hat KORG einen echten Hit gelandet – seit seiner Einführung im Jahr 2002 hat der Synthie/Vocoder im Retrolook immer mehr Fans angezogen und dabei richtigen Kultstatus erlangt. Und spätestens seit ihn Justice in ihrem Live-Setup verwenden, ist das Ding in aller Munde. Ist ja auch wirklich ein feines Teil – klein, billig und im Stil eines Plastikspielzeugs, mit dem man einfach rumspielen will.

Auf der Suche nach dem Nachfolger

Der erste Versuch von KORG, ein würdiges Nachfolgemodell dafür zu vermarkten, ging nicht so richtig auf. Mit dem KORG R3 wurde 2007 ein Instrument vorgestellt, das es noch nicht in die Herzen der Musiker geschafft hat. Wahrscheinlich, weil der Spielzeug-Charakter nicht so ausgeprägt war, wie beim microKORG.

Nun folgt der zweite Versuch. KORG wird wahrscheinlich Anfang 2009 seinen neuen microKorg XL in die Läden bringen und setzt damit schon dem Namen nach auf das Original. Folgende Neuerungen/Unterschiede ließen sich jetzt schon feststellen:

  • Neuer Look: Das alte Retro-Beige ist verschwunden und wird durch einen laut Hersteller “frischen und gleichzeitig nostalgischen” Style ersetzt. Frisch und nostalgisch? Anscheinend kann sich KORG bei diesem Produkt nicht für eine Richtung entscheiden: Auch die Attribute micro und XL im Namen passen nicht so recht zusammen…
  • Editierbare Sounds: Der microKORG XL soll per USB mit einem Rechner verbunden werden können. So können eigene Patches auf das Instrument gespielt werden.
  • Neue Tastatur mit anderen Proportionen
  • Neues Interface mit weniger und größeren Knöpfen
  • Besseres Mikrofon mit Windschutz
  • Neue Sound-Engine, basierend auf der “Multi Modeling Technology

Man darf gespannt sein, ob der microKORG XL bei der nächsten NAMM-Show zu sehen sein wird und ob sich um ihn ein ähnlicher Kult wie um seinen “kleinen Bruder” aufbauen wird. Hier eines der ersten Videos, die das Teil in Aktion zeigen:

Was meint ihr – kann der neue microKORG den alten noch übertreffen?

Monome – “das Ding mit bunten Lichtern”

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Was hier abgebildet ist, wird von den Mädels vom Justmag auf geniale Weise beschrieben als “Ding mit bunten Lichtern, das wir unbedingt auch haben wollen.” Dieses “Ding” heißt Monome und kommt bei Live-Auftritten meiner Band Fiago zum Einsatz. Es ist, abgesehen von seiner Funktion als Blickfänger, im Grunde ein MIDI- und OSC-Controller mit interaktivem Display und besteht aus einer Matrix von Knöpfen, die durch orange LEDs beleuchtet werden können. Es ist in seiner Funktion ähnlich dem Tenori-On von Yamaha.

Das oben abgebildete Gerät hat 16×16 Buttons, es gibt auch Ausfertigungen mit 8×8 oder 16×8 Buttons. Das Monome wird über eine USB-Schnittstelle an den Rechner angeschlossen und ist (zumindest in meiner Version) nicht Bus-Powered, benötigt also eine eigene Stromquelle. Die Software, die zwischen Monome und Computer vermittelt, läuft unter Mac, Windows und Linux.

Anwendungsmöglichkeiten

Das Gerät selbst hat noch keine eingebauten Funktionen. Um es zum Leben zu erwecken, benötigt man eine der vielen frei erhältlichen Applikation, die man von der Herstellerseite herunterladen kann. Damit kann das Monome z.B. als Step-Sequencer, Sampler, Synthesizer, als Playground für „Pong“ oder als reines Grafik-Device verwendet werden. Die Community-Seite des Herstellers ist Treffpunkt für viele Programmierer, die immer wieder neue Anwendungen entwickeln. Die meisten davon sind Patches für Max/MSP, PD oder VST-Plugins.

Das meiner Meinung nach interessanteste Plugin heißt „Molar“ und ist eine Kombination aus Step-Sequencer und Sample-Slicer. Es ist als VST- oder AU-Plugin erhältlich und man kann damit einige verrückte Dinge anstellen, zB im Live-Betrieb Samples aufnehmen, zerhacken und wieder zusammensetzen. Hier ein Beispiel für den Einsatz von Molar:

Der Entwickler dieses Plugins ist unglaublich engagiert und bietet sehr oft Updates an, wobei er gerne auf die Wünsche der User eingeht (siehe Molar-Thread der Monome-Community).

Design und Herstellung: Minimalismus und Nachhaltigkeit

Das Design der Geräte besticht in jeder Hinsicht: Gehäuse aus Wallnussholz, Deckplatte aus eloxiertem Aluminium ohne sichtbare Schrauben, alles sehr sauber und einwandfrei ausgeführt. Eigentlich könnte man sich das Ding als minimalistisches Design-Objekt an die Wand hängen. Dafür ist es dann aber doch zu teuer: die 16×16-Variante kostet knapp 1100$. Dazu kommen noch ungefähr 290€ Zoll und Transportkosten (Österreich). Wer das nötige Kleingeld hat, muss sich trotzdem auf eine längere Wartezeit einstellten – es werden immer nur 100 Stück pro Serie produziert, die aktuelle Serie war innerhalb von zwei Minuten durch Vorbestellungen ausverkauft.

Produziert wird das Monome von einer kleinen Gruppe von Enthusiasten im amerikanischen Philadelphia. Die Hersteller verzichten dabei auf bleihaltige Komponenten und andere toxische Substanzen, arbeiten mit lokalen Lieferanten zusammen und verwenden recycelbare Verpackungen – alles im Sinne einer gelebten Nachhaltigkeit.

Fazit

Ich benutze mein Monome seit einem halben Jahr und es hat meine Arbeitsweise beim Produzieren von elektronischer Musik grundlegend verändert. Hier trifft wieder mal die alte Weisheit zu: Die verwendeten Werkzeuge prägen das Kunstwerk entscheidend mit und neue Werkzeuge lassen neuartige Werke entstehen. Das zeigt auch das erste “All-Monome-Album”, das es hier zum Download gibt.

Mit einem Monome hat man im wahrsten Sinne des Wortes etwas in der Hand – man kann auf echten Knöpfen drücken, anstatt am Bildschirm zu klicken. Und das bringt mich zum grössten Pluspunkt des Monome: Es macht verdammt viel Spass!