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Tenori-Off – Das Unplugged Tenori-On zum Selberbauen

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Die richtig coolen Controller wie Monome, Lemur oder Tenori-On kosten alle ein kleines Vermögen. Für diejenigen, die sich sowas nicht leisten können, gibt es nun eine sehr preisgünstige Alternative zum Tenori-On.

Ein smarter Japaner hat das Kult-Instrument von Yamaha auf seine wichtigsten Bestandteile reduziert und es so modifiziert, dass es sogar völlig ohne Stromversorgung auskommt. Damit hat er das Tenori-Off erschaffen. Die vollständige Bauanleitung findet sich auf Kentaro Fukuchis Website.

Eigentlich wollte ich diesen Artikel ja mit “Humor” taggen, nach mehrmaligem Ansehen des Videos bin ich aber echter Fan dieses Instruments. Auf zum Baumarkt!




TouchOSC: Mini-Lemur für iPhone / iPodTouch

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Heute gibt’s was ganz spezielles für alle, die scharf auf den Jazzmutant Lemur sind, aber nicht das nötige Kleingeld dafür haben. Die iPhone/iPodTouch-Applikation TouchOSC bietet Lemur-ähnliche Funktionen, also ein Multitouch-Interface, zum Preis von 2,99€.

Im Video oben habe ich einen schnellen Test gemacht und TouchOSC mit Ableton Live verbunden. Nachdem Ableton Live momentan noch kein OSC versteht, habe ich OSCulator als Medium verwendet. OSCulator wandelt die OSC-Messages in MIDI-Messages um man kann TouchOSC mit Ableton Live verbinden. Der Rechner und das iPhone müssen nur im selben WLAN-Netzwerk sein und schon kommunizieren sie miteinander. Das iPhone kann dann das als Fernbedienung für den Rechner verwendet werden und bietet unter anderem

  • Drehregler
  • Knöpfe
  • Ein/Aus-Schalter
  • XY Pads (ähnlich einem Touchpad)
  • Multi-Fader
  • Multi-Toggles
  • LEDs

Ein ausführliches Tutorial zu TouchOSC und Ableton Live gibt es auf www.xlr8r.com/tv/85, OSCTouch findet sich hier im App-Store.

Das Live-Setup von Justice: Lemur, Microkorg und Ableton Live

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Das ist die Perspektive, die man als Besucher eines Justice-Gigs normalerweise hat. Man sieht die Köpfe von zwei Jungs, die sich hinter ihrem gigantischen Techno-Altar verstecken und dort Dinge treiben, von denen wir niemals etwas erfahren werden. Ich dache bis jetzt, dass Justice auf der Bühne einfach nur DVDs schauen oder gegeneinander Bomberman spielen. Aber anscheinend machen sie live doch mehr viel mehr, als ich angenommen habe. Henrique Kurtz hat während eines Gigs in Rio de Janeiro die folgenden Bilder gemacht, die uns einen sehr aufschlussreichen Einblick in das Live-Setup des französischen Duos geben.

Hier also die Equipment-Liste von Justice:

Auffallend sind dabei vor allem die drei Lemur Multitouch-Controller, die auf den Spieltrieb der Jungs hindeuten. Und darauf, dass die Bandkasse nicht schlecht gefüllt sein kann – kostet ein Lemur doch schlappe 2200€.

Was verwendet ihr auf der Bühne? Jemand unter euch, der 4 x Lemur zu bieten hat?

Danke an Henrique Kurtz für die Fotos und die Erlaubnis, sie zu verwenden. Henrique, thanks for the Pictures!

SenseSurface: Echte Knöpfe am Screen

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SenseSurface stellt ein interessantes Konzept vor: Befestige magnetische Knöpfe am Screen deines Notebooks und verwende sie als Controller für deine Audio-Software. Yeah, endlich wieder das gute alte Dreh-am-Poti-Feeling! Das ganze sieht dann so aus:

Dazu ein Kommentar der Macher:

The magnetic knobs can be removed and repositioned immediately by picking them up and moving to a different part of screen. A unique sensing surface is attached to the rear of the laptop screen to detect the control’s position. The rotary controls are low friction and there are no screen finger prints as with normal touch surfaces. Linear sliders and switches can also be used on the LCD surface. The number of controls on the screen is only limited by the size of the screen.

Multitouch Mini-Interface zum selber basteln

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Multitouch-Interfaces sind momentan en vogue. Dass man sich sein eigenes Teil ohne großen Geld- und Materialaufwand selber bauen kann, zeigt folgendes Video:

Die benötigten Materialien:

  • Kartonschachtel
  • Durchsichtige Platte, z.B. aus Plexiglas
  • Papier
  • Webcam

Genial! Allein die Zeit, das Ding zu bauen, fehlt mir noch… Weitere Informationen, Diskussionen und die benötigte Software finden sich hier.

Monome – “das Ding mit bunten Lichtern”

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Was hier abgebildet ist, wird von den Mädels vom Justmag auf geniale Weise beschrieben als “Ding mit bunten Lichtern, das wir unbedingt auch haben wollen.” Dieses “Ding” heißt Monome und kommt bei Live-Auftritten meiner Band Fiago zum Einsatz. Es ist, abgesehen von seiner Funktion als Blickfänger, im Grunde ein MIDI- und OSC-Controller mit interaktivem Display und besteht aus einer Matrix von Knöpfen, die durch orange LEDs beleuchtet werden können. Es ist in seiner Funktion ähnlich dem Tenori-On von Yamaha.

Das oben abgebildete Gerät hat 16×16 Buttons, es gibt auch Ausfertigungen mit 8×8 oder 16×8 Buttons. Das Monome wird über eine USB-Schnittstelle an den Rechner angeschlossen und ist (zumindest in meiner Version) nicht Bus-Powered, benötigt also eine eigene Stromquelle. Die Software, die zwischen Monome und Computer vermittelt, läuft unter Mac, Windows und Linux.

Anwendungsmöglichkeiten

Das Gerät selbst hat noch keine eingebauten Funktionen. Um es zum Leben zu erwecken, benötigt man eine der vielen frei erhältlichen Applikation, die man von der Herstellerseite herunterladen kann. Damit kann das Monome z.B. als Step-Sequencer, Sampler, Synthesizer, als Playground für „Pong“ oder als reines Grafik-Device verwendet werden. Die Community-Seite des Herstellers ist Treffpunkt für viele Programmierer, die immer wieder neue Anwendungen entwickeln. Die meisten davon sind Patches für Max/MSP, PD oder VST-Plugins.

Das meiner Meinung nach interessanteste Plugin heißt „Molar“ und ist eine Kombination aus Step-Sequencer und Sample-Slicer. Es ist als VST- oder AU-Plugin erhältlich und man kann damit einige verrückte Dinge anstellen, zB im Live-Betrieb Samples aufnehmen, zerhacken und wieder zusammensetzen. Hier ein Beispiel für den Einsatz von Molar:

Der Entwickler dieses Plugins ist unglaublich engagiert und bietet sehr oft Updates an, wobei er gerne auf die Wünsche der User eingeht (siehe Molar-Thread der Monome-Community).

Design und Herstellung: Minimalismus und Nachhaltigkeit

Das Design der Geräte besticht in jeder Hinsicht: Gehäuse aus Wallnussholz, Deckplatte aus eloxiertem Aluminium ohne sichtbare Schrauben, alles sehr sauber und einwandfrei ausgeführt. Eigentlich könnte man sich das Ding als minimalistisches Design-Objekt an die Wand hängen. Dafür ist es dann aber doch zu teuer: die 16×16-Variante kostet knapp 1100$. Dazu kommen noch ungefähr 290€ Zoll und Transportkosten (Österreich). Wer das nötige Kleingeld hat, muss sich trotzdem auf eine längere Wartezeit einstellten – es werden immer nur 100 Stück pro Serie produziert, die aktuelle Serie war innerhalb von zwei Minuten durch Vorbestellungen ausverkauft.

Produziert wird das Monome von einer kleinen Gruppe von Enthusiasten im amerikanischen Philadelphia. Die Hersteller verzichten dabei auf bleihaltige Komponenten und andere toxische Substanzen, arbeiten mit lokalen Lieferanten zusammen und verwenden recycelbare Verpackungen – alles im Sinne einer gelebten Nachhaltigkeit.

Fazit

Ich benutze mein Monome seit einem halben Jahr und es hat meine Arbeitsweise beim Produzieren von elektronischer Musik grundlegend verändert. Hier trifft wieder mal die alte Weisheit zu: Die verwendeten Werkzeuge prägen das Kunstwerk entscheidend mit und neue Werkzeuge lassen neuartige Werke entstehen. Das zeigt auch das erste “All-Monome-Album”, das es hier zum Download gibt.

Mit einem Monome hat man im wahrsten Sinne des Wortes etwas in der Hand – man kann auf echten Knöpfen drücken, anstatt am Bildschirm zu klicken. Und das bringt mich zum grössten Pluspunkt des Monome: Es macht verdammt viel Spass!