Archive for 'Marketing'

Die Band im Web: Mit Band Metrics die online-Fans verstehen

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band-metrics-private-betaWer Musik macht und sich präsentieren will, muss das auch im Netz machen. Einen MySpace-Account hat wohl fast jeder, daneben auch eine Website und möglicherweise einen Account bei last.fm, facebook, YouTube und und und.

Doch wie erfolgreich und sinnvoll sind diese Plattformen für eine Band im Konkreten? Genau das will uns in Zukunft Band Metrics sagen. Dieser Service verspricht, den online-Erfolg von Musikern und Bands messen zu können. Musiker sollen beispielsweise Daten darüber erhalten, wer welche Tracks auf welcher Plattform hört oder welche Konversationen auf welchen social networks geführt werden.

Hier ein Beispiel für eine Funktion, in der analysiert wird, auf welcher Plattform sich die meisten Fans einer Band befinden.

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Momentan ist Band Metrics noch im private Beta-Stadium. Das heißt, sie wird noch getestet und ist noch nicht öffentlich zugänglich. Doch schon jetzt hat das Unternehmen mehr als 7 Millionen (!) Bands und 1,3 Millionen Songs analysiert.

Das klingt alles nach dem perfekten Marketing-Tool. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich Band Metrics entwickeln wird. Falls jemand von euch zu den Beta-Testern gehört – welche Erfahrungen habt ihr bis jetzt gemacht?

Links
Website von Band Metrics




Nette Promo-Idee: Musical Box der eigenen Nummer

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Der schwedische Musiker Moto Boy hat sich für seine neue Single etwas einfallen lassen und vertreibt sie neben dem Download als mp3 auch in Form einer Musical Box. Das ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts, bei der man durch das Bedienen einer kleinen Kurbel die Walze dreht und so eine Melodie hörbar macht.

Nette Idee, wie ich finde. Warum der Künstler sich im Video so kreativ am Boden herumrollt, weiß ich aber nicht.

Der originale Song

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Mit E-junkie Musik auf MySpace direkt an den Fan verkaufen

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ejunkie11In diesem Posting habe ich vor einiger Zeit beschrieben, wie man seine Tracks auf iTunes bringt um seinen Fans möglichst einfach Zugang zur eigenen Musik zu verschaffen. iTunes ist eine großartige Plattform, die von vielen Menschen genutzt wird. Für den Service und den Namen zahlt man aber auch einen gewissen Teil der Einnahmen, nicht nur an iTunes, sondern oft auch an einen Zwischenhändler, der den Vertrieb auf iTunes erst möglich macht.

Nun liegt folgender Gedanke nahe: Warum diese Mittelsmänner nicht einfach ausschalten und die Musik z.B. auf der MySpace-Seite direkt an den User verkaufen, ohne dass noch jemand mitschneidet? Jetzt gibt es eine sehr einfache Möglichkeit, genau dies zu tun.

E-junkie – Warenkorb für jedermann

Der Slogan der Firma E-junkie lautet “We help you sell online” – und genau das trifft zu. E-junkie stellt Einkaufswagen und “Buy Now”-Buttons zur Verfügung und kümmert sich um die Anbindung an Zahlungssysteme wie PayPal, Google Checkout und andere.

Das Besondere daran: E-junkie verrechnet nicht auf Transaktionsbasis (also pro verkauftem Song) sondern verlangt eine monatliche Gebühr, die sich nach der Anzahl der angebotenen Produkte richtet. Die Mindestgebühr beträgt 5$, damit kann man 10 verschiedene Songs zum Kauf anbieten. Eine Übersicht über alle Preismodelle findet sich hier.

E-junkie bietet eine einwöchige Testphase, in der man den Service völlig kostenlos ausprobieren kann. Ich habe für die aktuelle Single meiner Band Fiago einen Einkaufskorb erstellt und auf MySpace eingebunden, das Ganze ist mit ein paar Mausklicks erledigt. Track hochladen, Preis festlegen, angebotene Zahlungsmethoden auswählen, HTML-Code kopieren und auf der MySpace-Seite einfügen – fertig.

Um an das verdiente Geld zu kommen, braucht man natürlich einen Account beim jeweiligen Zahlungssystem, in meinem Fall ist das ein Konto bei PayPal.

Affiliate-Programm inkludiert

E-junkie bietet auch die Möglichkeit, für seine Musik ein Affiliate-Programm zu starten. Affiliates sind Partner, die auf ihrer eigenen Website fremde Produkte anbieten und dafür prozentuelle Provisionen kassieren. So könnte z.B. ein Fan einer Band auf der eigenen MySpace Seite Tracks der Band anbieten und jedesmal kassieren, wenn jemand über diese Seite einen Song kauft. Die Band ihrerseits hat natürlich auch etwas davon. Mit E-junkie kann man ein solches Affiliate-Programm einfach erstellen und verwalten.

Fazit

E-junkie ist ein sehr viel versprechender Service, der sich einfach bedienen lässt und viele Möglichkeiten bietet. Ich werde euch in einiger Zeit, nach Ablauf der Testphase, einen weiteren Erfahrungsbericht geben und berichten, wie sich die Verkäufe entwickelt haben.

Habt ihr schon ähnliche Systeme ausprobiert und Erfahrungen damit gemacht? Bitte in den Kommentaren posten.

Links

E-junkie
Beispiel-Warenkorb auf der MySpace-Seite von Fiago

Das Last.fm „Artist-Royalty“-Programm: Tantiemen für Bands ohne Plattenvertrag

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Ein kleine Revolution bei Last.fm: gestern wurde das „Artist-Royalty“-Programm gestartet. Dieses bietet Bands ohne Plattenlabel die Möglichkeit, Tantiemen für ihre Songs direkt von last.fm zu beziehen. Alle Künstler, die die Rechte an ihren Songs besitzen, können ab sofort für jede ihrer über last.fm gespielte Nummer Royalties verrechnen. Die Beträge, die dabei ausgeschüttet werden, sind wahrscheinlich eher bescheiden im Cent-Bereich oder darunter angesiedelt. Das ist aber immerhin etwas, andere Musik-Portale wie etwa myspace schütten (noch) gar keine Tantiemen aus. Zudem bietet last.fm die volle Transparenz, als Artists kann man jederzeit einsehen, wieviele der Tracks wann gespielt wurden. Nach eigenen Angaben wurden schon 450.000 Tracks in Verbindung mit dem neuen Programm hochgeladen.

Dazu Martin Stiksel, Mitgründer von Last.fm:

„Dies ist ein bedeutender Tag für alle „do-it-yourself“-Künstler. Wir passen die Wettbewerbsbedingungen so an, dass alle die gleichen Voraussetzungen haben, mit ihrer Musik Geld zu verdienen. Junge Musiker, die noch in der Garage proben, sollen die gleichen Chancen haben, durch Last.fm eine Fangemeinde aufzubauen und bezahlt zu werden, wie die neusten Bands der großen Labels. Das „Artist-Royalty“-Programm ist ein weiterer, bedeutender Schritt hin zu einer besseren Kontrolle über die eigene Musik und – was noch viel wichtiger ist – es wird Musikern helfen von ihrer Musik auch leben zu können.“  (Quelle: dailynet )

Wer von Euch nutzt dieses Service schon und hat Erfahrungen?

Links

Das Artist-Royalty-Programm auf last.fm
Presseaussendung auf dailynet

Vier digitale Vertriebe im Vergleich oder: Wie bekomme ich meine Musik auf iTunes?

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Wer als Musiker etwas zählen will, muss seine Tracks früher oder später auf iTunes und den anderen großen Anbietern digitaler Musik veröffentlichen. Artists, die von einem Major-Label vertreten werden, brauchen sich um solche Dinge in der Regel keine Sorgen machen – für alle anderen war es bis vor kurzem schwierig, in die Musikstores des Webs zu kommen. Es gibt zwar Firmen, die mit Indie-Labels kooperieren, doch benötigen diese Labels meist einen ordentlichen Backkatalog – einfach ein Label gründen (mit sich selbst als einzigem Artist) ging da nicht.

Inzwischen ist es aber auch Musikern ohne Label möglich, ihre Musik auf digitalem Wege zu verkaufen. Ich stelle euch hier einen Vergleich von vier Anbietern vor, zwei davon aus Amerika, zwei aus Europa. Die Firmen wurden dabei auf folgende Merkmale untersucht:

  • Laufende Kosten
  • Einmalige Kosten
  • Prozentuelle Kommission pro Song: Die meisten Anbieter schneiden pro verkauftem Track mit.
  • ISRC und Barcodes: Bei den meisten Anbietern bekommt man diese gratis oder gegen Aufpreis dazu.
  • Stores: Hier sollte man sich nicht durch die schiere Anzahl täuschen lassen – 300 belieferte Shops sind schön und gut, wirklich wichtig sind aber die 5-10 großen Shops, die den Löwenanteil des Downloadmarktes für sich verbuchen, allen voran natürlich iTunes. Da ich Beatport für einen wichtigen DJ-Markt halte, habe ich hier auch extra aufgeführt, ob dieser Store beliefert wird oder nicht.
  • Bearbeitungszeit: Wie lange dauert es, bis die Songs online sind?
  • Exklusivität: Ist der Vertrag exklusiv oder nicht-exklusiv? Ein exklusiver Vertrag bedeutet in diesem Fall, dass ihr eure Tracks nur über diesen einen Partner vertreiben dürft.

Hier nun also die vier Vertriebe im Vergleich:

CD-Baby

CD-Baby ist schon länger am Markt und hat sein Stammgeschäft im Verkauf von CDs von Independent-Künstlern. Damit ist die amerikanische Firma auch sehr erfolgreich – und ein gutes Beispiel dafür, dass man trotz eines schlechten Logos ein gutes Geschäft betreiben kann… Inzwischen hat CD-Baby das Betätigungsfeld auch auf die digitale Distribution ausgeweitet. Songs müssen aber nach wie vor per CD eingeschickt werden.

  • Jährliche Kosten: keine
  • einmalige Kosten: 35$
  • Kommission: 9% pro Song
  • ISRC und Barcodes: ISRC kostenlos, Barcode für 20$
  • Stores: iTunes, Rhapsody, eMusic, Amazon MP3, Napster, Verizon V-CAST, Liquid Digital Media, PayPlay, AudioLunchbox, GroupieTunes, Ruckus, nicht dabei: Beatport, komplette Liste hier
  • Bearbeitungszeit: ca. 4-6 Wochen
  • Exklusivität: nicht-exklusiv

iMusician Digital

Die Schweizer Firma iMusician Digital hat 2007 gestartet und ist (auch dank massiver Myspace-Werbung) inzwischen recht bekannt. Mitbegründer des Projekts ist der Bandwettbewerb-Veranstalter Emergenza.

  • Jährliche Kosten: 39€ pro Band oder Musiker (maximal 5 CDs)
  • einmalige Kosten: keine
  • Kommission: 15% pro Song
  • ISRC und Barcodes: im Set um 8€
  • Stores: iTunes, eMusic, Napster, Rhapsody, Musicload, Amazon MP3 und viele weitere (200+), inklusive Beatport für Electronic/Dance, komplette Liste hier
  • Bearbeitungszeit: ca. 8 Wochen
  • Exklusivität: nicht-exklusiv

Tunecore

Tunecore ist der große amerikanische Vorreiter und wirbt damit, die Einnahmen ohne Abzüge an den Künstler weiterzureichen – der Robin Hood unter den digitalen Distributoren. Daneben bietet Tunecore immer mehr klassische Services zum Diskont-Preis, z.B. CD-Pressungen, Posterdruck oder Song-Mastering.

  • Jährliche Kosten: 19,99$ pro Album
  • einmalige Kosten: 0,99$ pro Song und 0,99$ pro beliefertem Store (iTunes wird dabei in fünf verschiedene Weltregionen aufgeteilt – jede Region zählt als eigener Store)
  • Kommission: keine
  • ISRC und Barcodes: beides kostenlos
  • Stores: iTunes, Rhapsody, Napster, eMusic, GroupieTunes, Amazon MP3, Lala, nicht dabei: Beatport
  • Bearbeitungszeit: ca. 4-6 Wochen
  • Exklusivität: nicht-exklusiv

Dooload

Das Musikerportal Dooload bietet zwei Optionen: die erste nennt sich “Netlabel” und bietet eine unbeschränkte Anzahl an Alben. Die zweite Option ist für Einzelkünstler gedacht und die Grundlage für diesen Vergleich.

  • monatliche Kosten: 4,99€ pro Monat (wird nur bei vorhandenen Einnahmen fällig)
  • einmalige Kosten: keine
  • Kommission: 15%
  • ISRC und Barcodes: beides kostenlos
  • Stores: Dooload, iTunes, Musicload, Napster, Amazon und viele weitere (300+) nicht dabei: Beatport, komplette Liste hier
  • Bearbeitungszeit: 6 Wochen oder mehr
  • Exklusivität: exklusiv

Fazit

Jeder Anbieter hat seine Vor- und Nachteile – den klaren Gewinner gibt es nicht. Abhängig davon, wie viele Tracks man anbieten will, welche Verkaufszahlen man erwartet und welche Shops man beliefern will ergibt sich ein anderer Favorit. So verlangt Tunecore beispielsweise keine Kommision, um aber die jährlichen Kosten einzuspielen, bedarf es schon einiger Downloads.

Ich versuche, die Daten in diesem Vergleich möglichst aktuell zu halten – falls euch geänderte Konditionen bekannt sind oder ihr einen neuen Anbieter entdeckt habt, gebt mir bitte via max@gomakemusic.de Bescheid.

Marketing-Tipps für Musiker vom CD-Baby Gründer: How to Call Attention to Your Music

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CD Baby-Gründer Derek Sivers hat sich viele Gedanken darüber gemacht, wie man als Musiker Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann. Seine gesammelten Marketing-Ideen hat er in seinem kostenlosen E-BookHow to Call Attention to Your Music” versammelt. Sein amüsanter Schreibstil und die wirklich guten Tipps machen das 72-seitige PDF zu einem Muss für alle, die ihre Musik im Web (und außerhalb) präsentieren wollen. Am besten von vorne bis hinten durchlesen!